Vincent Riewe
Schon als Kind hat Vincent auf allem herumgetrommelt, was einen guten Klang hatte. Seine überschüssige Energie wurde zunächst aber fürs Skilaufen genutzt und in 1979 wurde er Weltmeister im Gras-Ski. Einen strukturierten Ansatz erhielt sein Schlagzeugspielen durch das Studium an der Universität für Musik
in Berlin beim Solo-Pauker der Berliner Philharmoniker Professor Vogler. Durch zusätzlichen Unterricht bei Gerry Brown (Schlagzeuger solcher Berühmtheiten wie Chick Corea, Stanley Clarke, Joachim Kühn, Lionel Ritchie und Michael Jackson) und - wegen seiner Begeisterung für lateinamerikanische Rhythmen - bei José L. "Changuito" Quintana, erarbeitete Vincent sich die notwendige Koordination für die Erfüllung der Aufgaben als Schlagwerker, Perkussionist und Malletspieler im Palast Orchester, wo er 1990 begann.Vincent ist bekannt dafür, dass seine Entscheidungen ihm möglichst viele Optionen offen lassen. Daher verwundert es nicht, dass er, neben seiner umfangreichen Ausbildung am Schlagzeug, Literatur und Sport studiert hat und zusätzlich die Lizenz als Berufsskilehrer hält.
Seine musikalische Flexibilität zeigte er in vielen unterschiedlichen Gruppen: er trommelte klassisch im RIAS Jugendorchester, begleitete Künstler in der Hausband des "Quartier Varieté", unterstützte Musicals im Theater des Westens, und zusätzlich spielte er in zahlreichen Einzelprojekten, die ihn als Rock- oder Jazzdrummer forderten. Trotzdem ist Vincent kein typischer Schlagzeuger: die Jahre mit Max Raabe & Palast Orchester haben ihn zu einem sensiblen Musiker gemacht, der durch sehr leises Spielen besticht. Wegen dieser Fähigkeit wird der 100kg Mann von seinen Kollegen gerne "Sugar-Foot" genannt.
Vincent Riewe


